Die Vakuumverpackung von Fleisch ist eine effektive Methode, um die Qualität zu erhalten und die Haltbarkeit deutlich zu verlängern. Durch die Minimierung des Sauerstoffkontakts wird das Risiko von Oxidation und Geschmacksveränderungen reduziert, sodass das Fleisch seine natürliche Farbe und seinen ursprünglichen Geschmack länger behält.
1. Oxidation von Fetten und Proteinen
Wenn Fleisch Sauerstoff ausgesetzt wird, beginnen Fettsäuren sich zu zersetzen – das Fleisch wird ranzig. Das zeigt sich oft durch einen säuerlichen Geruch oder dadurch, dass die frische rote Farbe in einen grau-bräunlichen Ton übergeht. Je wärmer die Umgebung und je stärker die Sauerstoffeinwirkung, desto schneller läuft dieser Prozess ab. Durch das Vakuumieren reduzierst du den Sauerstoffkontakt erheblich, wodurch sich die Ranzigkeit deutlich verlangsamt.
2. Proteindenaturierung
Die wichtigen Proteinstrukturen, die für die angenehme Textur und Zartheit des Fleisches verantwortlich sind, verändern sich mit der Zeit unter dem Einfluss von Kälte und Sauerstoff. Durch die Vakuumverpackung bleiben Zartheit und Struktur des Fleisches länger erhalten.
3. Gefrierbrand & Eiskristalle
Vielleicht hast du schon einmal eine weißliche, frostige Schicht auf gefrorenen Lebensmitteln gesehen – das ist sogenannter Gefrierbrand. Er entsteht, wenn Oberflächenwasser im Fleisch verdunstet und anschließend kristallisiert. Auch im Inneren können sich Eiskristalle bilden, die Zellwände zerstören. In beiden Fällen trocknet das Fleisch aus, verfärbt sich und der Geschmack leidet. Gefrierbrand ist zwar nicht gesundheitsschädlich, beeinträchtigt jedoch deutlich die Qualität. Ohne Sauerstoff verdunstet das Oberflächenwasser wesentlich langsamer – dadurch wird Gefrierbrand in vakuumierten Beuteln effektiv reduziert.
Grundsätzlich profitieren alle Fleischstücke von einer Vakuumverpackung – besonders jedoch Hackfleisch oder selbst gewolftes Fleisch, da hier das Risiko einer bakteriellen Kontamination höher ist.